Monday, June 13, 2005
Ratzinger lehrte auch einmal in Münster [Theologie, kulturelle Zeitdiagnostik]
Benedikt XVI. lehrte drei Jahre in Münster] der Universitätszeitung beziehen Prof. Brehmer und Prof. Werbick Stellung.
Der jetzige Papst lehrte in Münster Dogmatik und Dogmengeschichte (Lehrstuhl; hier die Vorgänger)
Hier ein Zitat:
"Die immer konservativer anmutende Haltung sei auch durch sein Amt als Präfekt der Glaubenskongregation bestimmt gewesen, verdeutlicht Werbick: "Die Kritik hat sich vor allem daran entzündet, dass er alle anderen Probleme der geistigen Grundorientierung unterordnet." In Fragen wie dem Zölibat, Schwangerenberatung oder dem Frauenpriestertum habe es immer wieder Auseinandersetzungen gegeben, weil Ratzinger darauf beharre, dass dies Fragen von untergeordneter Bedeutung seien. "In seiner Grundeinstellung ist er eher defensiv, als Fakultät stehen wir dagegen auf dem Standpunkt, dass man zwar die geistlichen Traditionen sehr ernst nehmen muss, aber dennoch Veränderungen anstreben kann", so Werbick. Ratzinger sei weniger geneigt als die münsterschen Theologen, auch die positiven Aspekte der Aufklärung und der Neuzeit zu sehen, er stelle viel eher die Ambivalenz dieser Entwicklungen in den Vordergrund. "In der Diagnose der Probleme ist Ratzinger sehr stark, in der Diagnose der Chancen nicht so sehr. Dabei ist die Aufklärung ja nicht nur die Vorstufe zur Säkularisierung, sondern auch die Chance zu einem Glauben, der sich aus eigenständiger Auseinandersetzung speist", macht Werbick klar. "
Thursday, July 14, 2005
Can`t believe the news from heaven! Ratziner vs. Potter [Inbox]

Aus meiner inbox gefischt ...
Aber: da ist gerne mal was drin, was weder wissenschaftlich noch immer sachlich angemessen ist. Ich will hier auch keinesfalls den Papst in irgendeiner Art und Weise angreifen. Mir ist schon mehrfach berichtet worden, dass der Papst ein sehr netter Gesprächspartner sein soll, amüsant und intellektuell äußerst scharfsinnig (das weiß man ja auch!). In einer Stellungnahme zu diesem Eintrag wurde angemerkt:
In dieser Mail wird - ohne Argumente, aber immerhin - die vermeintliche
Verurteilung "der Phantasie" durch den Papst kritisiert.
Der Verfasser stützt sich dabei
ausschließlich auf eine DPA-Meldung, die sich auf ein angebliches
Schreiben des Papstes aus dem Jahr 2003 bezieht. Hieraus wird nicht zitiert,
geschweige denn der Kontext erläutert. Ebenso mag sich hier ein sprachlicher
Fehler finden, der zumindest einem Leser das Verständnis erheblich erschwert hat.
Hier nun die Mail:
...sang RunRig einst so schön...Einen interessanten Entry [von dort auch das Bild] gibt es auch auf auf Tagesprophet Nachtausgabe News und Nachrichten rund um Harry Potter und diese Webseite
Moinsen,
also ernsthaft, ich möchte irgendwann mal für diese Institution arbeiten, muß ich mich da wirklich mit solchen lächerlichen Aussagen herumschlagen? Papa Ratzi geht mir langsam gehörig auf den Geist. Jetzt verurteilt er schon die Phantasie. Nicht, daß ich Potter-Fan bin, oder die Hysterie nachvollziehen kann, aber ohne die menschliche Fähigkeit zur Begeisterung und Hysterie wär Our Lord auch nicht weit gekommen, und die Welt hat sicher größere Probleme als Kinder-Zauber-Geschichten.
Also ehrlich! Subtlie Verführungen. Tz. Das Christentum in der Seele zersetzen tun ganz andere.
Euch einen schönen Donnerstag!
Dat [privacy; mimax]
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Ratzinger gegen Harry Potter
Rom (dpa) -
Der Papst mag Harry Potter nicht: Schon als Kardinal machte Joseph Ratzinger unmissverständlich klar, wie sehr ihm der Zauberlehrling und sein übernatürliches Umfeld ein Dorn im Auge sind. Es sei gut, dass sie die Menschen aufklären, heißt es in einem Schreiben Ratzingers an eine deutsche Potter-Kritikerin aus dem Jahr 2003. Es handele sich um subtile Verführungen, die das Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt wachsen kann. Am kommenden Samstag kommt der sechste Harry-Potter-Band in die Buchläden.
tztztz...hat man sowas schon gehört...
Deutsches HarryPotter-Weblog / All the News thats fit to Blog [hier]
Zur Ressource: http://hogwartsonline.de
[update: 16.07.05]
Die Diskussion um Potter geht nicht nur weiter. Sie ist in vollem Gange! - Falls man nach dem Kommentar in diesen Metadaten überhaupt noch weiter über das hier thematisierte sich ernsthafte Gedanken machen muss. Sehr informativ einmal wieder Petra [!!!] Hier ihr Eintrag:
http://lumendelumine.blogspot.com/2005/07/potter.html
Ein wichtige Zitat:
Kuby ist ja eine große Kämpferin gegen Potter, wobei sie die Bücher auch offenbar (absichtlich?) zum Teil missverstanden hat. Axel Schmidt von der Karl-Leisner-Jugend tritt ihr in einem Beitrag entgegen und sieht in den Potter-Büchern die Möglichkeit einer praeparatio evangelii:
Monday, June 13, 2005
Theologie und Ideologie bei Josef Ratzinger [Theologie, kulturelle Zeitdiagnostik]
Herrmann Häring, jetzt emeritierter Nachfolger von Edward Schillebeeckx in Nijmegen, hat 2001 dieses Buch geschrieben.
Schade, dass amazon.de noch nicht dass look inside feature implementiert hat. Bei einigen guten englischsprachigen Büchern funktioniert das ja ...
Kurzbeschreibung (von Amazon übernommen)
"Eine Abrechnung mit der Theologie Ratzingers
Häring rekapituliert Ratzingers Werdegang, der diesen zum Präfekten der Glaubenskongregation geführt hat. Er zeigt auf, dass Ratzinger sich an der Theologie vergangener Epochen orientiert, die heute zunehmend auf Unverständnis stößt. Die Analyse des Dokuments Dominus Jesus zeigt, dass der Stand der theologischen Diskussionen hier nicht verarbeitet sondern autoritär übergangen wird. Die Schwächen, Unklarheiten und Kenntnismängel sowie der Eindruck der Rechthaberei und Überheblichkeit lassen Häring fordern, der Kardinal möge das Dokument als ungenügend zurückziehen. Abschließend arbeitet Häring den ideologischen Grundzug der Äußerungen des Oberzensors Ratzingers heraus. Nicht nur Ratzingers persönliches Denken, auch das Modell römischer Glaubensüberwachung haben sich ad absurdum geführt."
Zustimmung, Ablehung oder konstruktive Kritik durchaus erbeten!
Schreibmaschine von Rahner und Ratzinger [Wichtiges ☺]
Bewiesen ist nichts. - Aber vielleicht könnte sich die Fakultät per Mehrheitsbeschluss darauf einigen. - Vielleicht erreicht diese Maschine ja einen ähnlichen geldwerten Vorteil wie der Leibniz - Preis.



