Interesting #Heidegger #Conference "Heidegger on Technology"— Maximilian Halstrup (@Halstrup) May 1, 2016
3rd-4th May 2016, Sussex, #Gestell #Bolz #Technologie
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3rd-4th May 2016, Sussex, #Gestell #Bolz #Technologie
Kriterium (kritêrion, von krinein, unterscheiden, urteilen, beurteilen): Kennzeichen, Merkzeichen, Prüfungsmittel, Prüfstein. Insbesondere spricht man philosophisch vom Kriterium der Wahrheit ... . So zuerst bei den Stoikern: kritêrion esti pragmatos diagnôstikê katanyêsis (GALENI histor. philos. 12, 293; Dox. 606). »Criterium veritatis est propositioni intrinsecum, unde agnoscitur, eam esse veram« (Philos. rational. § 523). FRIES erklärt: »Ein Grundsatz wird ein Kriterium, ein Unterscheidungsgrund der Wahrheit für gegebene Erkenntnisse, wenn ich aus ihm die Wahrheit dieser Erkenntnisse beurteilen kann« (Syst. d. Log. S. 182).http://www.textlog.de/3829.html
Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst. Angemeldete Benutzer können Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen senden und die Nachrichten anderer Benutzer empfangen.

“Das größte Missverständnis ist, zu glauben, das Internet sei eine Art Dekoration der heutigen Gesellschaft”, sagt der Netz-Denker und Medienprofessor Clay Shirky, vielmehr verändere das Netz unsere Gesellschaft an sich. Trotzdem oder deswegen nerven Shirky unkritische Euphoriker, die das Internet als den großen Heilsbringer sehen: “Was mich nachts nicht schlafen lässt, ist der investigative Journalismus.” Dieser sei in einem anderen, als im klassischen Medienmodell, kaum zu praktizieren.
Clay Shirky gehört nicht nur ein zu den klarsten Denkern, sondern zweifellos auch zu den präzisesten Formulierern, die ich bislang vor der Kamera hatte. Daher habe ich mir die Freiheit genommen, unser Gespräch in beinahe voller Länge (über 20 Minuten) zu veröffentlichen.
I tried to warn about how Youtube will catch you if you are frontin’ back on May 19, 2007 in a post called, “Democrats Beware: Clinton-Style Politics No Match for the Youtube Era.” I hear she’s paying her consultants of millions of dollars for advice. I’d only charge $4,600 for my advice…which I would promptly donate to Barack Obama.
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In all the hype around Second Life you can sometimes forget that the real message is that 3D is now becoming a usable technology. Communities of people feel much more at ease if their synchronous communication takes place in a 3D immersive environment than when it happens in flat environments like chatrooms of fora.
Wie bei diesen Redakteuren nicht anders zu erwarten (die Kulturredaktion bis hinauf zu Matussek war am Werk), spielen Wirtschaft und selbst Sex eine eher untergeordnete Rolle. Stattdessen wird Second Life in einen kulturhistorischen bzw. fast schon philosophischen Hintergrund gestellt. Da wird das Prinzip der Mimesis angeführt, virtuelle Welten in einen halb-religiösen Kontext gestellt, Foucault, Baudrillard Adorno und Horkheimer bemüht. :) Lesenswert!In der Tat.
Mehrere Millionen Menschen haben sich in der Internet-Plattform „Second Life“ eine neue Wirklichkeit geschaffen. Sie schlüfpen in erfundene Identitäten und leben unter ihren Masken ihre Träume aus. Jetzt mischt sich die künstliche Parallelwelt immer stärker in die Realität ein. [150]Lesens- und kaufenswert!
Das Bevölkerungswachstum im vergangenen halben Jahr: 600 Prozent. Die virtuelle Welt von „Second Life“ hat, mit 360 Quadratkilometern, mittlerweile mehr Fläche als München. [151]
Im „Second Life“, wo es im Wortsinne um „Utopia“ gehen könnte, also den legendären „Nicht-Ort“, an dem Herrschaft und Lüge aufgehoben sind, setzt sich also als Erstes das durch: die schnöde Klassengesellschaft.[151f.]
Die Schwelle zwischen Sein und Schein, zwischen Wirklichkeit und Fiktion ist praktisch eingeebnet. [152]
„Second Life“ bedeutet den Beginn einer völlig neuen Anthropologie, eines neuen Menschenbildes. Nach dem freibestimmten Individuum der Renaissance und dem Massenmenschen des Industriezeitalters betritt nun der virtuelle Prototyp die Arena: ewig jung, ewig agil, metropolitan einsam und gleichzeitig unendlich vernetzt. [152]
Die Schatten, den die Avatare des „Second Life“ werfen, ist sehr lang. Er reicht zurück zu den Sagen der Antike, etwa zu Ovids Pygmalion, der sich eine so schöne Marmorstatue schuf, dass er sich in sie verliebte. Venus, von seinen Tränen und Bitten gerührt, erweckte sie schließlich zu wirklichem Leben.[152]
Masken, auch die digitalen, funktionieren prächtig in ihrer Ambivalenz: Sie verbergen das Ich und stellen es gleichzeitig auf andere Weise aus. Die Maske steht am Beginn der Zivilisation, der Wiege des Abendlands. In ihrer „Dialektik der Aufklärung“ beschreiben die Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer im listenreichen Odysseus den ersten modernen Menschen, einen, der sich vom Naturzwang emanzipieren kann, weil er das Talent zur Vorstellung hat. Er entkommt dem Kyklopen Polyphem durch die Leugnung seiner Identität.
[Einleitung zum Bericht über ein Interview mit dem Gründer von Second Life, Philip Rosedale: „Ein Treffen mit Gott“ (157)]
Dabei würde man ihm (Philip Rosedale; Max), dem genialen Erfinder und wohl folgenreichsten Weltenerschaffer und Gemeinschaftsstifter seit Moses, Karl Marx und Thomas Jefferson, natürlich gern ganz andere, die ewigen Fragen stellen, die nicht groß genug sein können [157]
Gemessen an der realen Evolution hat es die digitale sehr eilig gehabt. Von der digitalen Ursuppe zum stolz und aufrecht gehenden „Second Life“-Avatar dauerte es gerade mal knappe 30 Jahre. Am Anfang stand Pac-Man, der gelbe Einzeller, der sich seinen Weg durch die Labyrinthe der Evolution fraß, ein kleines gelbes Monster, das nur aus Maul bestand: der Ur-Avatar. In den folgenden Jahrzehnten diversifizierte sich das Schöpfungsgeschehen im Internet enorm, und längst nicht alle Mutationen überlebten. [162]
Fließband-Abmahnungen gegen Homepagebetreiber, Klagewellen gegen Musiktauscher: Im Internet-Zeitalter kann jede unbedachte Nutzung digitaler Technologien zu einer kostspieligen Klage wegen Urheberrechtsverletzung führen. Der US-Rechtsprofessor Lawrence Lessig hällt die aktuellen Copyright-Regeln für ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert. Als Alternative entwickelte er vor vier Jahren die Creative-Commons-Lizenzen, mit deren Hilfe Autoren den Nutzern ihrer Werke mehr Freiheiten einräumen können.
Lessig hält das 20-te Jahrhundert mit seiner scharfen Trennung zwischen Kurturschaffenden und Kulturkonsumenten für eine historische Ausnahme. Die digitalen Technologien ermutigen inzwischen junge Menschen, sich zunehmend kreativ zu betätigen”bis sie an rechtliche Grenzen stoßen. Etwa weil sie unerlaubt Video- oder Musik-Ausschnitte verwenden.
• I. Theologie und Liturgie angesichts der Welt des InternetDer Autor Stefan Böntert ist für ein Interview auf http://theomedia.uni-muenster.de angefragt. Endlich kann ich den Sponsoren von Theomedia [Welt erfahren? BMW – Mini Autohaus CYRAN Steinfurt / Gronau; Selbsterfahrungen? SOCCER-HALLE (Mühlheim / Münster); Naturverbunden bauen und kreativ gestalten? HOLZ VOLKERY – Ochtruper Holzhandel] mal einen Theologen präsentieren, der auf der Höhe seiner Zeit ist und etwas von digitaler Zeitgenossenschaft versteht.
o U.a.: 2. Problemhorizont und Fragestellung: Soziale Verknüpfungen im Internet als ekklesiologisch-liturgische Formen des Miteinanders
o 3.2.1 Theologischer Anknüpfungspunkt: ,Versammlung‘ als ekklesiologische und liturgietheologische Größe
o 4. Zur Methode der Untersuchung: Internet als ,locus theologicus‘
• II. Mehr als Verdatung und Verdrahtung – Kontexte und Optionen eines Dialoges von Liturgie und Internet
o U.a.: 1.1 Das Internet als ein Symbol postmoderner Lebens- und Informationskultur
o 2.3 Medienhermeneutische Option: ,Ich surfe, also bin ich?!‘
• III. Die Anwesenheit des Abwesenden – Interaktivität und Virtualität im Internet
o U.a.: 1.1 Technik- und internetsoziologische Optionen und Verortungen: Die soziale Wirksamkeit der Technik als Ausgangspunkt
o 1.2.2 Schlüsselbegriff ,Interaktivität‘ als Zugang für ein Verstehen des Internet
o 1.2.5 Zusammenfassung: Internetkommunikation als Internetsozialisation
o 1.3 Die Rückkehr des Lokalen statt Delokalisierung von Kommunikation und sozialen Beziehungen
o 1.3.1 Der Begriff der Präsenz im Spannungsfel von menschlicher Physis und internetbasierter Kommunikation
o 2.1.1 Virtualität versus Realität
o 2.1.2 Die teleologische Versuchung im Technik- und Mediendenken
o 2.1.3 Weiterführende Impulse aus der Symbolphilosophie E. Cassirers und der Technikphilosophie M. Heideggers
• IV Theologische Grundlegung und Perspektiven eines ekklesialen Miteinanders im Internet
o 1. Die Kirche als Versammlung – Im Internet bleibt Kirche Kirche
o 1.1 Der Ansatzpunkt: Versammlung als theologishe Kategorie
o 1.3.2 Verschränkung von Lebensort und Versammlungsort
o 1.4.1 Erkundung neuer Orte, an denen die Versammlung Gottes Gestalt werden kann
o 1.5 Internet-Gemeinschaft als möglicher Ort gelebter Kirchenzugehörigkeit
o 1.5.1 Theologie-historischer Horizont: Von der societas perfecta zu einer pneumatischen Perspektive einer Kirchengenese
o 1.5.2 Gottes Handeln im glaubenden Subjekt und die Vermittlungsgestalten der Kirche
o 1.5.3 Die Weichenstellung des Zweiten Vatikanischen Konzils: „Spiritum Christi habentes“ als erstes Konstitutivum der Kirche
o 1.6 Zusammenfassung: Kirche im Internet kann als eine theologisch verantwortbare Konkretion von ekklesialem Miteinander in der mobilen Informationsgesellschaft gedacht werden
• V. Konzeptionelle Orientierungen einer praktischen Umsetzung von Gottesdiensten im Internet
o 2.1 Internetgottesdienste aus Graz: Das Portal www.internetgottesdienst.at
o 2.2 „Der Impuls im Netz“: Das Portal www.webandacht.de
o 2.3 Online miteinander und füreinander beten: Das Portal www.gebetsanliegen.de
• VI. Ausblicke: Ekklesiologie und Liturgie ,Under Construction‘
Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Jes 43,19 (15)
Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien. Niklas Luhmann [Die Realität der Massenmedien] (15)
Die Technik ist also nicht bloß ein Mittel. Die Technik ist eine Weise des Entbergens. Martin Heidegger [Die Technik und die Kehre, 12] (124)
Die Frage, was das Seiende an sich, außerhalb dieser Formen der Sichtbarkeit und Sichtbarmachung sein und wie es beschaffen sein möge: diese Frage muss jetzt verstummen. Denn sichtbar ist für den Geist nur, was sich ihm in einer bestimmten Gestaltung darbietet; jede bestimmte Seinsgestalt aber entspringt erst in einer bestimmten Art und Weise des Sehens, in einer ideellen Form- und Sinngebung. Ernst Cassirer [Was ist der Mensch?, 170] (124)
Der Mensch, so hat man gesagt, ist ein symbolisches Wesen, und in diesem Sinne sind nicht nur die Wortsprache, sondern die Kultur insgesamt, die Riten, die Insitutionen, die sozialen Beziehungen, die Bräuche usw. nichts anderes als symbolische Formen. Umberto Eco [Einführung in die Semiotik, 108] (124)
Nach Heidegger existiert der Mensch und ist er er selbst, weil und insoweit er in der Welt ist. Der Mensch ist nicht in erster Linie ein geschlossenes ,Subjekt‘, das sich nachträglich zu seiner eigenen Konstitution in einem sekundären Prozess mit Mühe irgendwie den Zugang zu einer ,Außenwelt‘ bahnen muss. Vielmehr ist er selbst von vornherein ,außer sich‘, bei den Dingen der Welt: die Frage nach einem kritischen Fundament für die Existenz einer äußeren Wirklichkeit kommt immer zu spät und stellt letztlich ein philosophisches Pseudoproblem dar. Karl Rahner [Einführung in den Begriff der Existentialphilosophie bei Martin Heidegger, 333] (125)